RFA zur Anpassung der Bestimmungen über den Versandhandel mit Arzneimitteln
Analyse der volkswirtschaftlichen Auswirkungen eines Versandhandels (nicht verschreibungspflichtiger) Arzneimittel in der Schweiz.
Bundesamt für Gesundheit (BAG), Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Project period2024 – 2025
TeamSamuel Rutz, Tobias Binz, Ramon Gmür, Nicolas Oderbolz, Tilman Slembeck
ContactProjektbeschreibung
Der Versandhandel mit Arzneimittel ist in der Schweiz gemäss Heilmittelgesetz (HMG) verboten, während die meisten europäischen Länder diesen unter gewissen Bedingungen erlauben. Auch die Kantone haben die Möglichkeit, den Apotheken eine Bewilligung zum Versandhandel zu erteilen. Jedoch sieht das HMG vor, dass für den Versand jeglicher Arzneimittel – also auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel – ein ärztliches Rezept vorliegen muss. Zudem werden mit der Voraussetzung zur Betriebsbewilligung für eine öffentliche Apotheke die Drogerien automatisch aus dem Versandhandel ausgeschlossen. Eine Revision des HMG soll nun den Versandhandel liberalisieren und diese Ungleichheiten beseitigen.
Swiss Economics führt im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und des Staatsekretariats für Wirtschaft (SECO) eine Regulierungsfolgenabschätzung (RFA) zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen eines Versandhandels mit Arzneimitteln durch. Dabei wurde geprüft, welche wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen eine Aufhebung der Verschreibungspflicht sowie eine Marktzulassung für Drogerien haben würde. Zudem wurde untersucht, ob die Bewilligungsvergabe zum Versandhandel künftig durch den Bund oder weiterhin durch die Kantone durchgeführt werden sollte.
Methodik
- Regulierungsfolgenabschätzung nach dem Leitfaden des SECO
- Literaturanalyse
- Interviews
- Umfrage
Publikationen